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Priscianus. Ps.-Priscianus. Donatus (Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 203)

Bibliographische Beschreibung

Handschriftentitel
Priscian : Schriften zur Grammatik
 
Ps.-Priscianus: Liber de accentibus
 
Aelius Donatus : De barbarismo
Entstehungszeit
Ende 13. Jh.
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
85 Blätter
Format
236 mm x 172 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-907 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 203
Katalogsignatur
Jaffé/Wattenbach: CCIII.
Frühere Signatur
Darmst. 2173
Katalogsignatur
Handschriftencensus Rheinland: 1152

Überblickbeschreibung

Die kleinformatige Handschrift, welche die letzten beiden Bücher der 'Einführung in die Grammatik' (1r-48v) des Priscian (Ende 5./Anf. 6.Jh.) und weitere grammatische Lehrtexte enthält, ist ganz auf den Studiengebrauch ausgerichtet. Ziemlich durchgängig ist im Text jeder Satzbeginn rot markiert; Neuanfänge treten durch reich geschmückte Zierinitialen mit Ausläufern und zoomorphen Motiven hervor. Auf einer Reihe von Blättern dienen gezeichnete zeigende Hände offenbar als Lesehinweise (z.B. 14r, 18v, 21r, 23v). Der Text nimmt nur einen kleinen Teil der Seiten ein, so daß viel Platz für Notizen und Bemerkungen bleibt, wenngleich dieser insgesamt nicht stark genutzt wurde. Nur wenige Folios verfügen über dichte Glossen, die nicht nur durch ihre zum Teil außergewöhnlich kleine Schrift kaum lesbar sind. Der Beginn des Textes aus Donats (ca. 310-380) Grammatik mit den Kapiteln über den falschen Sprachgebrauch ist z.B. ausführlich mit Randtexten versehen (81r/v, ebenso z.B. 49r/v, 50r). Das Zusammenstellen von Ausschnitten aus den Werken Priscians und Donats sowie der anonymen, bereits früh dem Priscian zugeschriebenen Abhandlung 'De accentibus' mit den Regeln für die Länge und Kürze von Silben, entspricht gängiger Praxis in der Handschriftenproduktion, wie sie schon bei den karolingischen Sammelcodices üblich war. Textteile und Exzerpte werden nach thematischen Gesichtspunkten in Handschriften vereint, oft ohne Angabe des Autors oder des Gesamtwerkes. Dem Interesse der Zeit folgend werden die übrigen Teile der benutzten Bücher nicht weiter abgeschrieben, so daß sie entweder gar nicht oder nur zufällig in wenigen Exemplaren bis heute erhalten sind. Bei so beliebten Schriften wie den grammatischen Werken dieser Autoren blieb die Überlieferung jedoch unbeschadet (s. z.B. Dom Hs. 200, Kat.Nr.63).

Überblickbeschreibung aus: Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung, München 1998, S.296-296 (Alexander Arweiler)

Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-907
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-907
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

Diese Beschreibung und alle Metadaten sind unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht

Klassifikation