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Augustinus: De Genesi ad litteram; De consensu evangelistarum (Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 61)

Bibliographische Beschreibung

Handschriftentitel
Augustinus : Kommentar zur Genesis / Von der Übereinstimmung der Evangelisten
Entstehungsort
Köln oder Niederrhein
Entstehungszeit
1. Hälfte 12. Jh.
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
209 Blätter
Format
272 mm x 162 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3094 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 61
Katalogsignatur
Jaffé/Wattenbach: LXI.
Frühere Signatur
Darmst. 2054
Katalogsignatur
Handschriftencensus Rheinland: 1021
Alternative Signatur
Köln, Dombibliothek Hs. 61
Katalogsignatur
HMML Microfilm-No.: 35,082
Frühere Signatur
"128" (earlier shelf mark, f. 1)

Überblickbeschreibung

Augustinus: Kommentar zur Genesis/Von der Übereinstimmung der Evangelisten

Der Sammelband vereinigt zwei exegetische Schriften des Augustinus (354-430): seine zwischen 401 und 415 entstandene, vor allem den Literalsinn erläuternde Auslegung des Buches Genesis, (De genesi ad litteram), und seinen um 400 geschriebenen Überblick über die Parallelstellen der vier Evangelien (De consensu evangelistarum). Beide Texte sind in Klosterbibliotheken Deutschlands relativ häufig vertreten; der Census der Augustinushandschriften weist 19 bzw. 22 Manuskripte für beide Texte nach.

Der Codex kann bislang keinem Skriptorium zugewiesen werden. Auf die Bibliotheksheimat könnte die bewohnte InitialeI(nter) auf Folio 118v, dem Beginn des zweiten Textes, hindeuten. Dort sieht man im gespaltenen Schaft der Initiale einen Bischof in Pontifikalgewändern mit Bischofsstab und einem Schriftband: Mercedem laborem ego reddam - Als Lohn werde ich die Arbeit erstatten (?). Darunter steht, durch seine Tracht als Abt kenntlich und ebenso in der Beischrift benannt, Wicbertus abbas. Der bisher noch nicht identifizierte Wicbertus ist also wohl der Stifter der Handschrift. Die Gewänder der Bischofsgestalt sind vielfarbig: Über der Albe trägt er die mit grünem Rankenwerk ornamentierte Tunika, deren Saum mit Stein- und Gemmenbesatz verziert ist, schließlich eine rote Kasel mit weiten Ärmeln und Kaselstab. Abt Wicbert trägt eine Tunika mit Kapuze und mittelweit ausgeschnittenen Ärmeln.

Zu Beginn der einzelnen Bücher und Kapitel steht jeweils eine Zierinitiale. Joachim M. Plotzek (1973) bringt die Ornamentik der Handschrift u.a. mit dem Berliner Codex theol. lat. fol.273 (Staatsbibl. PK) in Verbindung, der lediglich eine Initiale in roter Federzeichnung enthält (A. Fingernagel, Die illuminierten lateinischen Handschriften deutscher Provenienz der Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Berlin, Bd.I/II, Wiesbaden 1991, I Nr. 62, II Nr. 182). Am ehesten ist diese vergleichbar mit dem N(unc) auf Folio 204v des Kölner Codex. Auch bei der Berliner Handschrift steht die Provenienz nicht fest; eine Herkunft aus Groß St. Martin in Köln wird vermutet.

Überblickbeschreibung aus: Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung, München 1998, S. 180-180 (Hans-Walter Stork)

Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3094
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3094
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

Diese Beschreibung und alle Metadaten sind unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht

Klassifikation