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Collectio canonum Vetus Gallica et al. (Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 91)

Bibliographic description

Collective title
Kirchenrechtliche Sammelhandschrift
Origin place
Burgund (?)
Origination date
Ende 8. Jh.
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
112 Blätter
Format
251 mm x 156 mm
Persistent identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3162 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Country
Deutschland
Settlement
Köln
Collection
Dombibliothek
Signature
Cod. 91
Catalog signature
Jaffé/Wattenbach: XCI.
caption missing for altIdentifier-former
Darmst. 2179
Catalog signature
Handschriftencensus Rheinland: 1054
caption missing for altIdentifier-alternative
Köln, Dombibliothek Hs. 91
Catalog signature
HMML Microfilm-No.: 35,104
caption missing for altIdentifier-former
"161" (earlier shelf mark, f. 1r)

Overview description

Kirchenrechtliche Sammelhandschrift

Die Handschrift enthält mehrere kirchenrechtlich bedeutende Texte, von denen die 'Vetus Gallica' mit ihren Zusätzen (I-II) zu den ältesten Zeugen der in Frankreich (Lyon) im 1. Viertel des 7. Jahrhunderts entstandenen Sammlung von Canones und Decretales zählt. Nach den Untersuchungen von Mordek und Reynolds (1992, S. 87ff.) beinhaltet unsere Handschrift Texte aus der sog. Autun-Redaktion der Sammlung (4r, 35v-36r, 48r). Ausschlaggebend für diese Version war das unter Bischof Leodegar (663-680) um 670 abgehaltene Konzil von Autun. Wann die insularen Bußbücher des Theodor von Canterbury (668-690) und Pseudo-Cummean (III-IV), fälschlich benannt nach Bischof Cummean von Clonfert (590-662) , in die Sammlung Eingang fanden, ist ungewiß. Jedoch enthält diese Abschnitte auch Latinus 1603 der Bibliothèque Nationale in Paris, der textlich unserer Handschrift nächstverwandt ist und wahrscheinlich im Umkreis der Aachener Hofschule Karls des Großen (768-814) entstand. Die Sammlung wurde von mehreren gleichgeschulten Händen geschrieben, deren Initialornamentik ebenso einheitlich erscheint wie die Schrift. Im formalen Bestand und farblich steht sie der Initialkunst des merowingischen Skriptoriums von Corbie nahe. Die in hauchdünner Feder angelegten Initialen mit ihren Buchstabenkörpern in Minium, Gelb, Grün und Schwarz haben pergamentausgesparte Klammern, die den Buchstabenkörper so gliedern, daß seine Teile sich der Fischform nähern, ohne sie jedoch anzunehmen. Lowe ( CLA VIII 1959, 1155) zog hinsichtlich der Schrift offenbar eine Entstehung des Buches in Burgund in Erwägung. Vielleicht spricht dafür auch dessen Textzusammenhang mit der genannten Autun-Redaktion der 'Collectio vetus Gallica' unter Bischof Leodegar von Autun.

Überblickbeschreibung aus: Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung, München 1998, S. 119-119 (Anton von Euw)

Imprint
Publisher
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Editorial staff
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Place
Köln
Date
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3162
PURL
https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3162
Licence

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

Diese Beschreibung und alle Metadaten sind unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht

Classification