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Gregor der Große: Briefe (Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 95)

Bibliographische Beschreibung

Handschriftentitel
Gregor der Große : Briefe
Entstehungsort
Rheinland (?)
Entstehungszeit
1. Hälfte 12. Jh.
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
179 Blätter
Format
331 mm x 214 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3197 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 95
Katalogsignatur
Jaffé/Wattenbach: XCV.
Frühere Signatur
Darmst. 2095
Katalogsignatur
Handschriftencensus Rheinland: 1059
Alternative Signatur
Köln, Dombibliothek Hs. 95
Katalogsignatur
HMML Microfilm-No.: 35,107
Frühere Signatur
"53" (earlier shelf mark, f. 1r)

Überblickbeschreibung

Gregor der Große: Briefe

Die vierzehn Jahre des Wirkens als Bischof von Rom brachten für Gregor (590-604) eine Vielfalt an Verwaltungsaufgaben. Von den zahlreichen daraus hervorgegangenen Briefen blieben 854 erhalten, die, später zusammengestellt, im 'Registrum epistolarum' chronologisch geordnet vorliegen. Unter Gregor wurden die Stadt Rom in Seelsorgeregionen aufgeteilt und der päpstliche Verwaltungsapparat mit seinem umfangreichen Personal neu organisiert. Zuverlässige Beamte mußten den weit verstreuten Grundbesitz der römischen Kirche verwalten - viele Besitztümer lagen nicht nur in Italien und Sizilien, sondern in Gallien, Dalmatien und Nordafrika - und sämtliche Einnahmen und deren Verwendung für administrative und vor allem karitative Zwecke kontrollieren. Nur einige wenige, inhaltlich jedoch hochinteressante Briefe berichten über die Missionierung Englands durch Mönche des von Gregor gegründeten Andreasklosters.

Die Dombibliothek verwahrt mehrere Handschriften des 'Registrum epistolarum', die früheste ist Dom Hs. 92 (Kat.Nr.11) vom Anfang des 9.Jahrhunderts. Dom Hs. 95 - in der ersten Hälfte des 12.Jahrhunderts entstanden - besitzt durch ihre sorgfältige Gestaltung besonderen Wert. In ihr sind die Briefe wie üblich nach ihrer Entstehungszeit (Indiktionen = Jahresangabe auf der Grundlage eines 15jährigen Zyklus) geordnet und auf Folio 1r bis 11v durch zwei Register genau erschlossen: Ein Generalregister verzeichnet und numeriert alle Briefe; Teilregister stehen am Beginn jeder Indiktion. Die Nummern werden am Anfang jedes Briefes wiederholt, so daß sie rasch aufzufinden sind. Von einigen Umstellungen abgesehen folgt der Kölner Codex der üblichen Textanordnung. Große, mit der Feder gezeichnete und in kräftigen Blau-, Rot- und Grüntönen kolorierte Spaltleisteninitialen auf farbigem Grund über mehrere Zeilen eröffnen jede Indiktion. Das Formenrepertoire verbindet die Initialen mit der rheinisch-maasländischen Buchmalerei.

Überblickbeschreibung aus: Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung, München 1998, S. 205-207 (Hans-Walter Stork)

Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3197
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-3197
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

Diese Beschreibung und alle Metadaten sind unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht

Klassifikation