Beschreibung von Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 244

Bibliographische Beschreibung

Sammeltitel
OFFICIUM DEFUNCTORUM.
Entstehungszeit
um 1400 (wohl nicht um 1323).
Beschreibstoff
Perg.Hs.
Umfang
114 Seiten.;
Format
214 mm x 143 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-14055 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 244

Buchschmuck

  • pg. 113 ist ein Katafalk mit rotgoldener Decke gemalt, auf dem ein Kelch steht wie beim Begräbnis eines Priesters. An den 4 Ecken des Katafalks stehen 4 brennende Kerzen und je ein Diakon mit rotgoldener Stola und einem aufgeschlagenen Buche (einem der 4 Evangelien) in der Hand, jeder nach einer der vier Himmelsrichtungen hingewandt.
  • Initialen blau und rot.

Einband

Holzdeckel in gelbem Lederband. Initialen: blau und rot. Auf dem vorderen Einbanddeckel oben N I.; unten: Nr. 6. - Metallbuckel und Schließen fehlen; nur Rest eines Lederriemens noch übrig.

Geschichte der Handschrift

Provenienz
Herkunft: Johannes de Tuicio. - Fraternität der Kölner Pfarrer.

Inhaltsangabe

  • Incipit: Incipit pg. 1: Placebo domino Explicit: Explicit: Fol. 111 f.: . . . postulant consequi mereantur. Per christum dominum nostrum. - Noverint unversi quod ego Joannes de Tuicio alias de Tyczervelde plebanus sancti Martini Colon. istum librum una cum alio libro isti consimili in ligatura tenore et scriptura fraternitati plebanorum Coloniensium ob honorem preclarissime genetricis summi regis domini nostri Jesu Christi ac omnium sanctorum et electorum erogavi, ut honor laus et cultus divinus (!) preelecte genetricis eo perfectius fervencius sollicicius et fructuosius ab omnibus laudis ac predicationis sue (sic!) presentibus honoretur, ut viventes ipsius acquirent (sic!) favorem et mortui vitam sempiternam. Amen. Dieser 1355 31/1 - 1401 30/11 urkundlich genannte Johannes, Sohn Hermanns de Tuicio sive Tuitzerfelde, war 20/1 1399 Kanonikus des Kölner Kapitolstiftes, daher wohl auch Pfarrer der diesem Stift inkorporierten Pfarrkirche (Klein-)St. Martin (als solcher wohl bisher nicht bekannt). Wahrscheinlich ist er identisch mit Johann von Titzerfelde, Neffe des Dechanten von Münstereifel Robert von Deutzerfeld. Schon als Student des kanon. Rechtes zu Paris ward Johann Kanonikus von Mariengraden, später auch Pfarrer in Neustadt (Bistum Trier), Altarist in Gerresheim und an Mariengraden zu Köln, Domherr daselbst, Pfarrer in Höngen und (noch 1401 30/11) Dechant in Kaiserswerth. (Sauerland, vatikan. Regesten IV nr. 214. 248. VI nr. 323. 435. 447. 775. 1129. 1174. 1180. VII 182. 238.). Ueber die Fraternität der Kölner Pfarrer vgl. Gescher in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln, Heft 40 S. 163 ff. und die dort angegebenen Quellen. Der nach Kisky (Domkapitel S. 94 nr. 26) 1323 urkundlich genannte Joh. de Tuicio kommt hier wohl nicht in Frage.

Quellenangabe

  • Heusgen, Paul: Der Gesamtkatalog der Handschriften der Kölner Dombibliothek. In: JKGV 15 (1933), S. 13-14 [Digitaler Volltext]
Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-14055
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-14055
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

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Klassifikation