Beschreibung von Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 213

Bibliographische Beschreibung

Bezeichnung
Collectio canonum Sanblasiana
Entstehungsort
England, Irland oder Echternach
Entstehungszeit
1. Drittel 8. Jh.
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
Vorsatzblatt (Pergament), Nachsatzblatt (Pergament, aufgeklebt auf Papier) + 143 Blätter
Format
327 mm x 224 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-15669 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 213

Überblickbeschreibung

Collectio canonum Sanblasiana

Die kirchenrechtliche Textsammlung gehört zum Typus der Sanblasiana, deren Haupthandschrift sich heute als Codex 7/1 in der Stiftsbibliothek St. Paul im Lavanttal befindet. Die Handschrift entstand im 8. Jahrhundert in Italien, kam dann in das Schwarzwaldkloster St. Blasien und von dort nach St. Paul. Sie verkörpert demnach einen italischen, vorkarolingischen Typus. Die Texte stimmen teilweise mit denen der Sammlung des Dionysius Exiguus (gest. vor 556) sowie der Dionysio-Hadriana (vgl. Dom Hss.115, 117, Kat.Nrn. 21, 51) überein (I), bringen aber mit den 'Symmachiana' (II) apokryphe Stücke, zumeist fiktive Prozeßakten aus der Zeit des Papstes Symmachus (498-514). Nach Sticklers 'Historia Juris Canonici Latini' (I: Historia fontium, Rom 19742, S. 51f.) entstand die Sanblasiana wahrscheinlich unter dem Pontifikat des Papstes Hormisda (514-523) in Italien und enthält das gesamte alte kirchliche Recht, das aus den Beschlüssen der orientalischen, griechischen, afrikanischen und römischen Konzilien sowie den Dekretalen der Päpste besteht.

Möglicherweise gelangte ein Exemplar der Sanblasiana zur Zeit Gregors I. (590-604) nach England und Irland und konnte dort die römischen kirchlichen Rechtsnormen vertreten. Die ältere Forschung hat Dom Hs. 213 als in England (Northumbria) im frühen 8. Jahrhundert entstandene Kopie einer Sanblasiana-Ausgabe betrachtet und die Initialkunst mit Handschriften wie dem Codex Lindisfarnensis (London, British Libr., Cotton Nero D IV; Alexander 1978, Nr. 9) oder dem Book of Durrow (Dublin, Trinity College, A. 4.5 [57]; Alexander 1978, Nr. 6), den Schlüsselhandschriften der anglo-irischen Buchkunst des 7./8. Jahrhunderts, verglichen. Nun plädiert die neuere Forschung (McKitterick 1985, S. 109ff.; Netzer 1989, S. 374ff. und 1994) für eine kontinentale Entstehung der Handschrift, wobei aufgrund der Vergleichbarkeit einiger anderer Echternacher Codices insularen Schrifttyps das Skriptorium des hl. Willibrord in Echternach in Frage käme, dessen beginnende Tätigkeit im 1. Drittel des 8. Jahrhunderts anzusetzen ist.

Die insulare Halbunziale des Textes und die gerade, stumpfe sowie spitze insulare Minuskelschrift, in der nicht nur die Unterschriften der an den Konzilien teilnehmenden Bischöfe, sondern auch auf fast jeder Seite die letzten drei Zeilen geschrieben sind, zeugen eindeutig von der insularen Schulung des Schreibers der Handschrift, der gewiß auch den Initialschmuck ausführte. Nach Bischoff (1979) ist die Existenz der oben genannten drei Schriftarten typisch für den insularen Bereich. Nicht anders verhält es sich mit der Initialornamentik, deren Elemente in den schon erwähnten insularen Codices vorgebildet sind. Sie ist in gewissem Sinne ein Zwischenglied zwischen dem um 675 entstandenen Book of Durrow und dem zumeist um 800 angesetzten Book of Kells (Dublin, Trinity College, A. I. 6 [58]; Alexander 1978, Nr. 52). Ihre Hauptkomponenten sind die aus der Capitalis entwickelten, teilweise kreisrunden, viereckigen und rautenförmigen Initialen sowie die der Halbunziale und der insularen Minuskel entwachsenen, stark ausschwingenden, teilweise zu Ligaturen gebundenen, zumeist um- oder bepunkteten Initialen. Zierinitialen höheren Grades wie d(e ordinatione) (2v), E(piscopus) (4v), d(e his) (10r) usw. enthalten die typischen, insular geformten Flechtbandfüllungen oder Buchstabenenden in Form von Vogelköpfen, Spiralen oder Flechtbandkronen. Auch die Tierfriese im Rahmen der Initialzierseite (1r) haben ihre Vorläufer in Zierseiten etwa des Codex Lindisfarnensis.

Ein besonderes, in anderen Handschriften nicht beobachtetes Phänomen sind die drei letzten, in spitzer insularer Minuskel geschriebenen Zeilen fast ausnahmslos jeder Seite. Soll man sie als künstlerisches Prinzip, als versteckte Doxologie ("Ehre sei dem Vater, dem Sohn und dem Hl. Geist ") oder als insularen Herkunftsnachweis eines Schreibers auf dem Festland (Echternach) deuten? Jedenfalls wurde seitens des Auftraggebers und Schreibers der Inhalt des Buches - die Glaubenssätze und rechtskräftige Ordnung der Kirche - in die Ebene der reichgeschmückten Evangelienbücher und liturgischen Prachthandschriften gerückt und daher so kostbar ausgestattet.

Anlaß zu Überlegungen gab das Sigibertus scripsit auf Folio 143r, von dem schon Jaffé/Wattenbach mit Nachdruck sagten, es könne nicht die persönliche Signatur des Schreibers der Handschrift sein. Tatsächlich muß es sich um einen nachträglichen Vermerk wahrscheinlich aus der Zeit Erzbischof Hildebalds (vor 787-818) handeln. Die Schriftzüge scheinen mit jenen Sigiberts identisch zu sein, der auf Folio 167v von Dom Hs. 212 Sigibertus bindit libellum schrieb (Sigibert hat das Buch gebunden; vgl. Kat.Nr.17) und der möglicherweise für Kanzler Hildebald in Aachen tätig war. Dagegen nahm McKitterick (1985, S. 112f.) das Sigibertus scripsit wörtlich. Sie hielt Sigibert für den Schreiber von Dom Hs. 213 und sah in ihm einen Gefährten des hl. Willibrord (658-739) aus England oder Irland. Er habe das Buch nach Willibrords Tod geschrieben und danach vielleicht auch die Dom-Handschriften 210 und 212 (Kat.Nrn.19, 17) nach Köln mitgebracht. Die drei bedeutenden Codices wären in diesem Fall schon vor der Mitte des 8. Jahrhunderts nach Köln gelangt, was hinsichtlich der Entstehungsgeschichte der Kölner Dombibliothek unwahrscheinlich sein dürfte.

Zustand und Zusammensetzung

Lagenstruktur
Lagen 110-1, 2-310, 48, 5-1210, 132+4 (138-141 Einzelblätter) ;
Seiteneinrichtung
Schriftspiegel 240 mm x 158 mm ;Blindliniierung; einspaltig; 23-25 Zeilen.

Schrift und Hände

Lateinischer Text in schwarzer insularer Halbunziale, die Unterschriften der Konzilsteilnehmer in stumpfer insularer Minuskel, die letzten drei Zeilen der Seiten jedoch in spitzer insularer Minuskel; rubrizierte Titel in Halbunziale;

Buchschmuck

  • Zu den Anfängen der Textabschnitte Majuskeln in Tinte, Minium, Gelb oder Purpur (Folium) schattiert; größere Majuskeln mit rot umpunktetem oder rot gepunktetem schwarzem Buchstabenkörper; verzierte Buchstabenligaturen (UT, ET) oder monogrammatisch zusammengebundene Wortanfänge (PLAcuit, 53r); mit dem Zirkel oder Lineal geometrisch angelegte kleinere Initialen, teilweise mit Minium umpunktet; zu den Anfängen der Kapitelreihen, Vorreden und Canones größere Initialen mit schwarz gebändertem Buchstabenkörper, Flechtbandfüllung, spiraligen Enden oder Enden mit Hunds- und Vogelköpfen, koloriert mit Gelb und Minium; ab Folio 140 gelegentlich Randzier in dünner Feder, die von dem Buchstaben am Anfang oder Ende einer Zeile ausgeht; Initialzierseite mit Zeichnung in schwarzer Feder, Flechtbandreihen mit Hunden und Vögeln im Rahmen, der sich oben links öffnet, zumeist pergamentausgespart, jedoch mit roten Punkten in verschiedenen Formationen vernetzt (1r); Farben: Minium, Gelb und Grün.

Einband

Einband: Rücken und Vorsatzblätter deuten auf dieselbe Werkstatt wie bei den Dom Hss. 13, 212 und 218; hier jedoch Verwendung des früheren gotischen Kalblederbezuges mit Blindprägung über Holz; Einzelstempel: steigender Löwe, ähnlich dem Löwen einer Kölner Werkstatt (Kyriß 98, S. 80f.; Schunke I 1979, S. 188 Nr. 72b; Schunke II 1996, S. 136); Rosetten sechsblättrig, rund umrandet; Rosette rund umrandet, ähnlich einer Rosette des Kölner Meisters des Peter Rinck (Schunke I 1979, S. 263 Nr. 359; Schunke II 1996, S. 134f.); Streicheisenlinien: Streifenrahmung mit Rautenmuster im Binnenfeld; zwei Schließen, nur noch fragmentiert erhalten; auf dem Vorderdeckel eingeschabt N 61 (Mitte 18. Jh.). Das Pergamentvorsatzblatt stammt aus einem Antiphonar des 12. Jhs. und wurde querformatig eingebunden. Das Papiervorsatzblatt enthält eine Notiz von Jaffé über den Inhalt der Handschrift, der mit der von Ballerini nach dem Codex Colbert edierten, außer am Beginn, übereinstimme.

Geschichte der Handschrift

Provenienz
Daß der 143r subskribierende Sigibert nicht der Schreiber sein kann, betonten schon Jaffé/Wattenbach 1874. McKitterick (1985, S. 112f.), die Sigibertus für den Schreiber der Handschrift hält, denkt, dieser sei im Gefolge des hl. Willibrord nach Echternach und nach dessen Tod nach Köln gekommen und habe möglicherweise Dom Hs. 210, 212 und 213 dorthin mitgebracht (vgl. dagegen die Provenienz von Dom Hs. 212). Die Griffelglossen könnten dafür sprechen, daß die Handschrift über Echternach nach Köln kam, am ehesten zur Zeit Erzbischof Hildebalds . Darmstadt 2336.

Inhaltsangabe

  • 1r-75v Titel: Canones conciliorum vom Apostelkonzil bis zum ökumenischen Konzil von Chalkedon ( 451 ), mit jeweils vorangehenden Kapitelreihen und nachfolgenden Unterschriften.
    • 1r Zierseite zur Vorrede des Dionysius Exiguus (gest. vor 556) Incipit: dOMINO VENE [rando]. Der Bildrahmen wird vom unzialen d(OMINO) gleichsam gesprengt. Das obere und untere Bildfeld trennen zwei gegenständige Zierbalken mit Tierköpfen an den Enden. Im oberen Balken ein Hund, dessen Leib sich in der Mitte in Flechtband und Mäander auflöst, an das die Hinterläufe des Tieres anschließen. Im unteren Balken gegenständige Verschlingungen von Leibern, die in Vogelköpfen enden. Im äußeren Rahmen Flechtbandmuster und Bandfriese mit laufenden Hunden (unten) sowie Vögeln (oben, rechts und links).
    • 2r Vorrede des Dionysius [VENE] rando mihi patri Stefano zur zweiten Redaktion der Canonessammlung ( Maassen 961-962 ; CCL 85, 39-42).
    • 2v Titel: Canones apostolorum (Turner I, 9-32 ; Strewe 2,1-10, 22).
      • 2v d(e):laufender Vogel als Initialkörper,
      • 4v E(piscopus): Vogelkopfinitiale.
    • 10r Titel: Metrische Vorrede und Canones des ökumenischen Konzils von Nikaia ( 325 ) ( Maassen 8ff., 505; Turner I, 104-143; Strewe 24,14-31,6).
      • 11r C(oncilium) und C(um venisset),
    • 19r Titel: Canones des Konzils von Ankyra ( 317 ) ohne Unterschriften ( Maassen 71ff., 929ff.; Turner II, 54-115).
      • 19v I(sti canones),
      • 23r S(i qua).
    • 25r Titel: Canones des Konzils von Neokaisareia ( zwischen 314 und 325 ) ohne Unterschriften ( Maassen 83, 505, 934f.; Turner II, 116-141).
      • 25r d(e): rot,
    • 27r Titel: Canones des Konzils von Gangra ( 340/341 ) mit Vorrede, ohne Unterschriften ( Maassen 82, 505, 935ff.; Turner II, 170-211).
      • 27v d(ominis).
    • 31r Titel: Verhandlungen und Canones des Konzils von Karthago ( 419 ), ohne Unterschriften ( Maassen 505 ; Strewe 70,12-84,9).
      • 36v C(um): Vogelköpfe und Spiralen,
      • 38r H(umidius), A(gustinus).
    • 44v-45r Titel: Brief des Konzils von Karthago (419) an Papst Bonifaz I. ( 418-422 ) Incipit: Quoniam Domino placuit (Maassen 181, 505 ; Strewe 85, 10-88,25).
    • 47v-48r Titel: Brief des Bischofs Attikos (406-425) von Konstantinopel an Papst Bonifaz I. (Maassen 399, 401).
      • 48r d(ata): Hunds- und Entenkopf.
    • 48v Titel: Schreiben des Bischofs Aurelius Augustinus vom Konzil von Karthago (421) an Papst Coelestin I. (422-432) Optaremus (Maassen 182f.; Mansi III, 839f. ; Strewe 96,6-98,22).
    • 51r Titel: Canones des Konzils von Chalkedon ( 451 ) ( Maassen 505; vgl. Strewe 98, 23-105, 19; Text enthält Unregelmäßigkeiten).
    • 59r Titel: Canones des ökumenischen Konzils von Konstantinopel ( 381 ) mit dem sog. Canon XXVIII (= V) von Chalkedon und nach Provinzen geordneten Unterschriften ( Maassen 96ff., 113f. ; Turner II, 406-464).
      • 59r h(i canones).
    • 62r Titel: Canones des Konzils von Sardika ( 343 ) ( Maassen 51f., 63, 506; Turner I, 491-529).
      • 62v O(sius episcopus): gelbes Viereck in der Mitte des Kreuzes vor der Zeile.
      • 64r O(sius):mit dem Zirkel gezogen.
    • 69v Titel: Canones des Konzils von Antiochia ( 341 ) ( Maassen 98ff., 112f., 506 ; Turner II, 228-312).
  • 76r-94v Titel: Die Symachiana oder sog. apokryphen Stücke.
    • 76r Titel: Das Constitut Silvesters I. ( 314-335 ) mit Unterschriften ( Maassen 413, 506).
    • 81r Titel: Gesta des Papstes Liberius ( 352-366 ) ( Maassen 419, 506).
    • 84r Titel: Gesta des Papstes Sixtus III. ( 432-440 ) ( Maassen 419, 506).
    • 86r Titel: Gesta des Urteils über Bischof Polychronius von Jerusalem durch Sixtus III. (Maassen 419, 506).
    • 88v-89r Titel: Akten der angeblich 303 abgehaltenen Synode von Sinuessa Incipit: Diocletiani et Maximiani augusti tempore. C(um multi in vita) (Maassen 411, 506).
  • 94v-135r Titel: Decretales der Päpste von Siricius (384-398) bis Leo I. (440-461).
    • 102r Titel: Reskript Kaiser Honorius (395-423) an Bonifaz I. UL (ctor Honorius) Scripta beatitudinis (Maassen 319f.; Wurm 71, 150, 261f.).
    • 102v Titel: Zosimus (417-418) an Hesychius von Salona (418) e(xigit dilectio) (Maassen 249, 506; Wurm 70, 138f., 262).
    • 105r Titel: Coelestin I. an alle Bischöfe der Provinzen Vienne und Narbonne (428) Incipit: CU (peremus quidem) (Maassen 252; Wurm 72, 140f., 262; Jaffé/Wattenbach 1885, 55).
    • 114v Titel: Innozenz I. an Bischof Exuperius von Toulouse (405) Incipit: IN (nocentius). Consulenti tibi (Maassen 244; Wurm 65, 263; Jaffé/Wattenbach 1885, 45).
    • 118r Titel: Innozenz I. an Rufus und Eusebius und die übrigen Bischöfe von Makedonien (414) Incipit: Magna me gratulatio (Maassen 245; Wurm 69, 263; Jaffé/Wattenbach 1885, 46).
    • 128v Titel: Leo I. an alle Bischöfe von Mauretania Caesariensis (446) Incipit: C(U m in ordinationibus) (Maassen 258; Wurm 75; Jaffé/Wattenbach 1885, 60f.).
  • 135r-143r Titel: Das ökumenische Konzil von Chalkedon (451) gegen Eutyches, das römische Konzil unter Papst Damasus (366-384) von 378 und das Synodalschreiben von Sardika an Papst Julius I. (337-352) .
    • 135r Incipit: Synodus episcopalis Calcidonensis etc. (451) ( Maassen 143, 507). Explicit: V(enerabilius totius mundi).
    • 137v-138r Incipit: Incipit de synodo Nicaenoscripta papae Damasi ad Paulinum episcopum etc. C(R edimus) (Maassen 232f., 507).
    • 140r Incipit: Incipit expositio fidei.
    • 140v Incipit: Incipit eiusdem serm.
    • 141r Incipit: Incipit de fide catholica. Antiarianische Formel N(os patrem et filium) (Maassen 507).
    • 141r Titel: Synodalschreiben q(uod semper credimus) des Konzils von Sardika (343) an Papst Julius I. ( Maassen 64, 507), endet
    • 143r mit den Unterschriften der Teilnehmer. Am unteren Rand bei a siguidone mit brauner Tinte SIGIBER tus SCR ipsit (Mischtyp von Uncialis und Minuskelschrift).
  • 143v Leer. Pergamentnachsatzblatt aus einem Antiphonar des 12. Jhs. , querformatig eingebunden.
  • Die Handschrift enthält viele zeitgenössische, in kleiner, spitzer insularer Minuskel geschriebene lateinische Randglossen. Zudem entdeckte Bernhard Bischoff ( ZBW 54 [1937], 173ff. ) zwei germanische Griffelglossen: 65r zu notetur chelactrot (= getadelt) und 122v zu conpotis votis hroemgu (= altenglisch) ( Hofmann 1963, 42; Bergmann 1966, 189 ; Bischoff 1981). lateinisch, germanisch

Bibliographie

  • Maassen 1870, S. 504, 509
  • Jaffé/Wattenbach 1874, S. 95
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  • Chroust 1909, Ser. 2,1, Liefg. 6, Taf.9
  • Zimmermann 1916, S. 121, 273ff., Taf.252ff.
  • Frenken 1923, S. 54
  • Wurm 1939, S. 89
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  • N. Aberg, The Occident and the Orient in the Art of the Seventh Century I: British Isles, Stockholm 1943, S. 98, 117, Abb. 69, 84
  • V.H. Elbern, Die Dreifaltigkeitsminiatur im Book of Durrow, in: WRJb 17 (1955), S. 27, Abb. 21
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  • CLA VIII 1959, Nr.1163
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  • T.D. Kendrick u.a., Evangeliorum Quattuor Codex Lindisfarnensis, Olten/Lausanne 1960, S. 283
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  • Karl der Große 1965, Nr. 393, Taf.43
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Quellenangabe

  • Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung. München 1998. S. 110-114 (Anton von Euw)[Digitaler Volltext]
Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-15669
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-15669
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