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Ambrosiaster: Kommentar zu den Paulusbriefen (Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 34)

Bibliographische Beschreibung

Handschriftentitel
Ambrosiaster : Kommentar zu den Paulusbriefen
Entstehungszeit
9./10. Jh.
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
152 Blätter
Format
295 mm x 218 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-201 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 34
Katalogsignatur
Jaffé/Wattenbach: XXXIV.
Frühere Signatur
Darmst. 2030
Katalogsignatur
Handschriftencensus Rheinland: 995
Alternative Signatur
Köln, Dombibliothek Hs. 34
Katalogsignatur
HMML Microfilm-No.: 34,997
Frühere Signatur
"88" (earlier shelf mark, f. 1r).

Überblickbeschreibung

Ambrosiaster: Kommentar zu den Paulusbriefen

Seit Erasmus von Rotterdam (1466/69-1536) nachgewiesen hat, daß der umfangreiche Kommentar zu den Paulusbriefen fälschlich dem Ambrosius von Mailand (um 339-397) zugeschrieben wurde, trägt der anonyme Verfasser die Bezeichnung Ambrosiaster, wobei der etwas verächtliche Klang keineswegs der hohen theologischen Bedeutung des Werkes gerecht wird. Unter Papst Damasus (366-384) in Rom entstanden, zeugt dieser Kommentar sowohl von großem Wissen, besonders in historischen und das Judentum betreffenden Fragen, als auch von theologischem Sachverstand des Verfassers, der seine Exegese ohne ausufernde allegorische Deutungen mit großem Gewinn am Text entlang entwickelt. Neben der ungeklärten Verfasserfrage bietet das Werk als weitere Besonderheiten eine Überlieferung in Handschriften mit nicht weniger als drei, zum Teil ganz unterschiedlichen Textfassungen. Der Herausgeber Vogels und eine Reihe weiterer Forscher nehmen an, daß der Autor das Werk selbst überarbeitet hat, indem dieser den ursprünglich weit kürzeren Kommentar zum Teil erheblich veränderte und erweiterte. In der Kölner Dombibliothek lassen sich die Auswirkungen dieser Überlieferungsbedingungen gut nachvollziehen. Dom Hs. 39 enthält ebenfalls eine Abschrift des Ambrosiaster zum Römerbrief, der in unserer Handschrift nur 44 Blätter, dort aber 71 umfaßt. Aufmerksamen Lesern wie den Bibliothekaren konnten die Unterschiede nicht entgehen, besonders wenn wie hier in derselben Bibliothek zwei Fassungen vorhanden waren. So bot bereits die Vorlage von Dom Hs. 34 im Text Teile der längeren Version, weitere hat ein Schreiber aus Dom Hs. 39 auf dem Rand von Dom Hs. 34 nachgetragen. Ansonsten ist der gesamte Codex von einer Hand geschrieben, sorgfältig und gut lesbar, wozu neben der schönen karolingischen Minuskelschrift auch die durchgängige Binnengliederung beiträgt - wie abgesetzte Majuskeln an Satzanfängen. Der Codex wird in das 10. Jahrhundert datiert, doch Vogels (1966) hat auf die Ähnlichkeit der Initialen mit denen eines Salzburger Ambrosiasterexemplars hingewiesen, das im 9. Jahrhundert in Freising entstanden ist.

Autor des Textes: Alexander Arweiler

Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-201
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-201
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

Diese Beschreibung und alle Metadaten sind unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht

Klassifikation