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Augustinus: Opera selecta (Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 76)

Bibliographische Beschreibung

Handschriftentitel
Augustinus : Kleinere Werke
Entstehungsort
Burgund
Entstehungszeit
um 800
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
222 Blätter
Format
250 mm x 177 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-1998 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 76
Katalogsignatur
Jaffé/Wattenbach: LXXVI.
Frühere Signatur
Darmst. 2188
Katalogsignatur
Handschriftencensus Rheinland: 1035
Alternative Signatur
Köln, Dombibliothek Hs. 76
Katalogsignatur
HMML Microfilm-No.: 35,089
Frühere Signatur
"167" (earlier shelf mark, f. 1r)

Überblickbeschreibung

Augustinus: Kleinere Werke

Wie schon das Titelblatt (1v) erkennen läßt, handelt es sich um eine Sammlung sog. kleinerer Werke (Opera minora) des hl. Kirchenvaters Augustinus (354-430). Sie mögen zum Teil für kirchenrechtliche Fragen von Bedeutung gewesen sein, was wohl der Grund ihrer Zusammenstellung war: Die christliche Lehre (I), das Prinzip der Barmherzigkeit entsprechend dem Lukasevangelium (17,4) - Wer vergibt, dem wird vergeben werden - (II), vom Gut der Geduld (III), vom Glauben an das, was man nicht sieht (IV), vom Eheglück (V), von der Jungfräulichkeit (VI), von Ehe und Begierde (VII).

Jones (1971) sah die Handschrift von drei Haupt- und einigen untergeordneten Händen geschrieben und reihte sie als Nr. 1 in die Frühzeit des Kölner Hildebald-Skriptoriums ein. Dagegen schlug schon Wilmart (1938) das Skriptorium der in Burgund gelegenen Benediktiner-Abtei Flavigny als Ursprungsort vor. Die 719 gegründete Abtei verfügte schon zur Zeit Pippins III. (751/752-768) über ein Skriptorium. Lowe ( CLA VIII, 1959, 1153) und Bischoff (Panorama 1981) folgten Wilmart. Bischoff nennt eine ganze Reihe von Werken, die den für die Ornamentik dieser Handschriften bezeichnenden insularen Einfluß zeigen. Gemeint sind damit die in Vogel- und Hundsköpfen endenden Initialen und deren Umpunktung. Sie sind im Übergang vom 8. zum 9. und fortschreitenden 9. Jahrhundert für viele Skriptorien typisch, die unter insularem Einfluß standen.

Überblickbeschreibung aus: Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung, München 1998, S. 103-104 (Anton von Euw)

Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-1998
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-1998
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

Diese Beschreibung und alle Metadaten sind unter der Lizenz CC BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht

Klassifikation