Beschreibung von Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 218

Bibliographische Beschreibung

Bezeichnung
Limburger Evangeliar
Entstehungsort
Reichenauer Malerschule
Entstehungszeit
zwischen 1000 und 1010 n. Chr.
Beschreibstoff
Pergamenthandschrift
Umfang
217 Blätter. Format der Blätter stark beschnitten.
Format
20 cm 28 cm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-15571 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 218
Katalogsignatur
Schulten-1980: Kat. 39

Buchschmuck

  • Die Bedeutung der Handschrift beruht auf dem bildlichen Schmuck. Die Evangelistenbilder, gefolgt jeweils von einer Zierseite, stehen zu Beginn der vier Evangelien. Die Verteilung der übrigen Bilder folgt keiner Regel. Das Matthäusevangelium enthält sieben Bildseiten mit christologischen Themen, das Markusevangelium zwei Seiten, während die übrigen zwei Evangelien keine Bilder enthalten. Die Themen der Bilder beziehen sich auf die Geburt Christi, die Anbetung der Weisen, Taufe Christi, vier Wunderheilungen, Auferstehung (Frauen am Grabe) und Himmelfahrt Christi. Die Passion wird nicht geschildert.

  • Das Autorenbild des Matthäus (Bl. 18v) ist schon ungewöhnlich gestaltet. Der Evangelist thront frontal zwischen zwei purpurnen Säulen, die einen Architrav stützen, der mit dem Namen Jesus Christus (IHC XPC) beschriftet ist. In der Mitte des Balkens thront als Evangelistensymbol Christus in der blauen Mandorla vor goldenem Grund. In der Rechten hält er den Kreuzstab, in der Linken das Buch des Lebens. Christus nimmt das Evangelistenbild des Menschen ein. Er ist der menschgewordene Gott, der die Welt durch sein Erscheinen auf Erden erlöste und am Ende der Tage als Menschensohn wiedererscheint, um die Welt zu vollenden. Matthäus ist der Evangelist der Menschwerdung. Er schrieb zu Anfang seines Buches den menschlichen Stammbaum Jesu nieder. - Über dem Architrav in den oberen Ecken des Bildes sieht man zwei Engel, die Christus anbeten. Formal stammen diese zwei Engel aus einem Himmelfahrtsbild. - Der thronende Christus als Evangelistensymbol ist ungewöhnlich. In der Regel dient ein Engel als Symbolfigur des Evangelisten Matthäus.

    Auch die drei Männer am Bildrand rechts finden sich in einer solchen Zuordnung zum Evangelisten nirgendwo. Formal entstammen auch sie einem Himmelfahrtsbild (vgl. Himmelfahrt in unserem Evangeliar). Man hat sie als Abraham, Isaak und Jakob gedeutet, als Hauptpersonen des Geschlechtsregisters zu Anfang des Matthäusevangeliums. Wenn man aber die Zierseite zum Argumentum Matthaei im Codex Aureus aus Lorsch (Alba Julia, Bóthany Bibl.) zum Vergleich heranzieht, so könnte es sich bei den drei Gestalten um Abraham, David und Jechonias handeln. Die Zierseite des Codex Aureus ordnet nämlich drei Personengruppen des Geschlechtsregisters, angeführt von den genannten Gestalten, um den thronenden Christus an. Es ist gut möglich, daß die genannte karolingische Handschrift des Codex Aureus von Einfluß gewesen ist auf den Maler der Kölner Handschrift, zumal auch der Abraham der Lorscher Handschrift als Greis mit Spitzbart dargestellt ist, wie der Anführer der Personengruppe auf unserem Bild. Unser Evangelistenbild läßt sich also deuten als Darstellung der menschlichen Herkunft Christi aus Abraham und den übrigen Stammvätern. Es veranschaulicht in abgekürzter Form die gesamte christliche Heilsgeschichte von Abraham bis zur Wiederkunft Christi auf dem Thron des Himmels.

  • Die Geburt Christi (Bl. 21r)mit der Verkündigung an die Hirten wird von grünen Säulen gerahmt, die einen Giebel tragen. Das Kind liegt in einer Krippe, die diagonal ins Bildfeld ragt. Das Kind ist besonders groß gebildet. In den oberen Ecken je eine Dreiergruppe von Engeln. Links steht der jugendliche (!) Josef, rechts neben der Krippe sitzt Maria in aufrechter Haltung. Am unteren Bildrand verkündet ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln den Hirten bei der Herde die Geburt Christi. - Bei manchen Unterschieden finden sich zahlreiche verwandte Züge in der Ikonographie der Reichenauer Handschriften (Aachener Evangeliar, Perikopenbuch Heinrich II., Bamberg lit. 5). - Unser Geburtsbild hat eine ikonographische Besonderheit. Seit der Spätantike ordnet man Ochs und Esel über der Krippe an. Hier aber nimmt der Ochs die Mitte des Bildes ein. Vergleicht man den Ochs mit dem Symboltier des Lukas in unserer Handschrift (Bl. 73v), stellt man fest, daß beide Tiere fast gleich gestaltet sind. Auf unserem Geburtsbild ist der Ochs an die Krippe angebunden. Die gleiche Anordnung des Lukastieres begegnet uns im Reichenauer Orationale in Hildesheim. Aber schon auf dem Geburtsbild des Mailänders Paliottos aus karolingischer Zeit ist der Ochs unterhalb der Krippe angebunden wie in unserem Evangeliar. Es kommt gelegentlich vor, daß Personen oder Tiere auf Miniaturen der Geburt Christi oder der Verkündigung an die Hirten eine besondere Symbolbedeutung erhalten (vgl. Perikopenbuch Heinrichs II.). Aus einem der weidenden Lämmer wird das Lamm Gottes, aus dem Ochs an der Krippe das Stiersymbol, aus einem Engel das Engelssymbol. - Der Lukasstier unter der Krippe kann auf Lukas als den Autor des Geburtsberichtes hinweisen. Der Stier ist jedoch auch Symbol des Opfertodes Christi. So gesehen würde hier die alte christliche Vorstellung ins Bild gesetzt, die den Mensch gewordenen Gottessohn in der Enge des Holzes der Krippe mit dem leidenden Erlöser am Kreuzesholz vergleicht.

  • Die Anbetung der Könige (Bl. 22r) wird durch rote Säulen gerahmt, die durch einen Doppelgiebel verbunden sind. Vom Gebälk herab umschlingt ein grünes Tuch die Säulen. Von links nahen sich die Drei Könige dem Thron Mariens mit dem Kind. In der Bildmitte begegnen sich die schenkenden Hände des ersten Königs und die empfangenden Hände Christi und Mariens. Bemerkenswert ist der Wechsel zwischen den fahlen und rötlichen Fleischtönen des Inkarnats. Die Komposition ist die übliche, jedoch rücken beide Personengruppen näher zusammen. Die Szene spielt auf einem hohen Schollenboden, wie er in der frühen Handschriftengruppe vorkommt, die mit dem Namen des Reichenauer Mönches Liuthar verbunden ist.

  • Die Taufe Christi (Bl. 24r) ist in ein Oval eingefügt. Christus steht in einem Wasserberg aus spiralig angeordneten Wellen, in dem Fische schwimmen. Die Hände hält er vor den Knien. Aus roten und blauen Wolken kommt von oben her die Taube des Hl. Geistes auf Christus herab. Sieben Strahlen (7 Geistesgaben) begleiten die Taube. Johannes, dargestellt als Greis, hält in den Armen die Kleider Jesu. Auf älteren Bildern stehen an dieser Stelle Engel, die die Kleider halten und Johannes steht dort, wo sich in unserer Miniatur die Personengruppe am linken Bildrand befindet. Die durch Johannes vollzogene Taufhandlung fehlt auf unserem Bild.

  • Die Heilung des Aussätzigen (Bl. 31r) vollzieht sich unter einer blauen Doppelarkade. Die Doppelarkade gliedert die Szene in zwei fast symmetrisch angeordnete Personengruppen. In den Bögen zwei Stadtansichten. Vor der blauen Mittelsäule begegnen sich die Segenshand Christi und die ausgestreckte Rechte des Aussätzigen. Das Bild schließt sich an ein Bild gleicher Thematik im Evangeliar Ottos III. an. In der Anordnung der Gewänder, der steifen Haltung des Aussätzigen und der Symmetrie der Personengruppen weicht es jedoch ab.

  • Die Heilung der Blutflüssigen und die Auferweckung der Tochter des Jairus (Bl. 34r) sind die einzigen Miniaturen des Kodex, die auf einer Seite streifenförmig untereinander angeordnet sind. - Auf dem oberen Bild schreitet rechts Jairus voran. Er zeigt auf ein turmartiges Gebäude am rechten Bildrand und wendet den Blick zurück zu Jesus, der ihm folgt. Jesus erhebt mit der Linken eine Schriftrolle. Er wendet den Oberkörper zurück und berührt in einer Art Segensgestus das Haupt der knieenden kranken Frau, die den Saum seines Gewandes faßt. Am linken Bildrand vier Apostel, angeführt von Petrus, der mit eindringlichem Gestus seiner Hand die Bitte der Frau unterstützt. Im unteren Bild erweckt Jesus die vor einem Gebäude liegende Tochter des Jairus. Stehend beugt er sich herab und streckt segnend die Hand zur Toten hin. Ihm folgen vier Apostel, die mit lebhaften Gesten die Wunderheilung begleiten.

    Vergleiche dieser Bilder mit den Malereien gleichen Themas in anderen Werken der Reichenauer Malerschule lassen die Abhängigkeit davon wie aber auch die eigenwillige Darstellungsweise unseres Malers erkennen. Vor allem sind hier das entsprechende Fresko von Oberzell (Reichenau), der Kodex Egberti und das Evangeliar Ottos III. zu nennen. Die Bildtradition wurzelt im Byzantinischen. Repräsentativ dafür ist ein Fresko in der Kirche Karye Camii in Istanbul. - Das nahe Beieinander der Darstellungen beider Wunder beruht auf dem biblischen Text (Matt. 9,18-43; Mark. 5,22-43; Luk. 8,40-45). Hier wird über beide Wunder zusammenhängend berichtet.

    Die Heilung der beiden Blinden von Jericho wird von dem Bogen einer Arkade mit zwei grünen Säulen eingefaßt. Mit einem Segensgestus heilt Jesus die beiden vor ihm stehenden Blinden. Hinter Jesus nehmen, wie üblich, vier Apostel an dem Wundergeschehen teil. Über beiden Personengruppen schweben in Goldgrund zwei Städtearchitekturen. Matthäus (20,30-44) berichtet von der Heilung zweier sitzender Bettler beim Verlassen der Stadt. Offensichtlich hat der Maler sich inspirieren lassen von seiner Komposition der Aussätzigenheilung. Der erste Blinde gleicht in Körperhaltung, Gestik und Kleidung dem Mann, der hinter dem Aussätzigen steht.

  • Der Evangelist Markus (Bl. 73v) thront in einer Architektur aus zwei zu beiden Seiten stehenden Tortürmen, die durch eine nach oben ansteigende Mauer verbunden sind. Die Mauerecke oben verdeckt der Rundschild mit dem Markuslöwen. Der Löwe hält mit den Klauen das Schriftband, das auf das Schreibpult des Evangelisten herabfällt, ähnlich wie im Aachener Evangeliar. Als Figurentypus steht Markus in der Reihe der seitwärts gewendeten Evangelistenbilder der Reichenauer Buchmalerei. Sehr nah steht ihm der Evangelist Matthäus im Münchener Evangeliar 4454, der gleichfalls in beiden Händen das Schreibgerät, Feder und Federmesser trägt. Das Evangelistenbild ist von einem sechseckigen Rahmen mit Blattwerkfüllung umzogen. In den Ecken oben stehen zwei Pfauen, unten zwei Kraniche. Der Pfau erscheint in der christlichen Kunst häufig als Symbol des ewigen Lebens, der Kranich als Zeichen der Tugend der Wachsamkeit.

  • Die Frauen am Grabe (Bl. 103v) erscheinen ebenfalls in einem sechseckigen Feld, das durch die Rundungen eines Vierpasses erweitert worden ist. Der Engel sitzt auf dem Deckel des geöffneten Sarkophags, in dem die Grabtücher liegen. In der Linken hält er einen Stab und streckt die Rechte den zwei Frauen entgegen, die sich von links nahen. Die erste trägt das Salbengefäß und ein Weihrauchfaß. Nächst der Geburt Christi ist unser Bildthema am häufigsten in den Reichenauer Handschriften gemalt worden. Nur der biblische Bericht des Evangelisten Matthäus (28,1-7) erwähnt zwei Frauen und einen Engel. Unser Bild gleicht am meisten einer Miniatur gleichen Inhalts in einer Reichenauer Handschrift in Bamberg (lit. 5). Hier sitzt der Engel gleichfalls auf einem marmorierten Sargdeckel. Es nahen sich zwei Frauen mit Salbengefäß und Weihrauchfaß. Allerdings ist dieses Bild erweitert durch eine Grabarchitektur, die schlafenden Wächter und andere Motive.

  • Das Bild der Himmelfahrt Christi (Bl. 104v) ist ohne die üblichen Rahmen durch eine Säulenarchitektur oder eine geometrische Sonderform dargeboten. Es gleicht darin den Bildern von der Heilung der Blutflüssigen und der Auferweckung der Tochter des Jairus. Im oberen Teil schwebt der stehende Christus in der grünen Mandorla. In der Rechten trägt er einen langen roten Kreuzstab, in der Linken ein verhülltes Buch. Rechts und links stützen zwei schwebende Engel mit einer Hand die Mandorla, mit der anderen halten sie einen Stab. Unten stehen in zwei Gruppen geteilt die Apostel, angeführt durch Maria und den hl. Petrus. Zwei Engel inmitten der Gruppen weisen nach oben zu Christus in der Manndorla. Ihre roten Flügel züngeln wie Flammen empor und begleiten ein Stück die Form der Mandorla. - Die Verdoppelung der in der Bibel genannten zwei Engel ist der Reichenauer Buchmalerei ganz fremd, kommt allerdings anderwärts schon früh vor. Fremd sind auch der Kreuzstab und das verhüllte Buch in den Händen Christi. Der Oberkörper Christi mit Stab und Buch gleicht jedoch sehr dem thronenden Christus auf dem Matthäusbild unserer Handschrift, der Unterkörper ist identisch mit dem des unten stehenden rechten Engels, der sich insgesamt aber von den Engeln anderer Reichenauer Himmelfahrtsbilder unterscheidet. Fremd ist auch, daß Petrus und Maria durch Haltung und Gesten (Maria berührt Schulter und Arm des Engels) Schutz und Hilfe suchen bei den Engeln. Die ikonographische Herkunft der Besonderheiten ist nicht ganz zu klären. Kreuzstab und Buch in den Händen Christi kommen bei Darstellungen vor, die den sieghaften Christus zeigen, der "auf Nattern und Basilisken" (Psalm 90) wandelt. Dazu gruppieren sich gelegentlich auch beschützende Engel. - Unser Himmelfahrtsbild ist das früheste uns erhaltene der nach dem Reichenauer Mönch Liuthar benannten Handschriftengruppe.

  • Der Evangelist Lukas (Bl. 108v) thront frontal in der Mitte des Bildes auf einem Faltstuhl zwischen zwei Schreibpulten. Über ihm im Rundschild der Stier, der uns in dieser Art der Wiedergabe schon auf dem Geburtsbild begegnete. Das Bild ist gerahmt durch eine grüne Giebelarchitektur. Die geknoteten roten Vorhänge bewegen sich zur Seite. Hinter dem mit Rundschilden gefüllten Giebel eine Stadtansicht. Der Evangelist entspricht allgemein den frontal gegebenen Evangelistenbildern der Reichenauer Schule (Cod. Egberti, Münchener Evangeliar 4454, Perikopenbuch Heinrichs II.). Daß der Evangelist an zwei Pulten gleichzeitig arbeitet, ist ungewöhnlich.

  • Der Evangelist Johannes (Bl. 163v) thront umschlossen von einer ovalen Mandorla auf einem Bogen. Triumphal hebt er mit beiden Armen das Schriftband seines Evangeliums empor. Darauf stehen die ersten Worte seines Buches: IN PRINCIPIO ERAT VERBUM. Das Band umschließt kreisförmig den Adler über seinem Haupt, der sich im Schriftband festkrallt. Ein ornamentierter Kielbogen auf grünen Säulen umschließt das Bild. In den oberen Ecken zwei Hasen, die an Weinranken nagen. Der Typus des Evangelisten entspricht fast dem Matthäus und Lukas im Evangeliar Ottos III. Das hocherhobene Schriftband findet sich ähnlich im Aachener Evangeliar, ohne dort das Evangelistensymbol einzuschließen.

    Die Evangelistenbilder sind nicht wie bei allen anderen Reichenauer Evangeliaren "wie aus einem Guß". Vielfältig gestaltet verwendet der Maler einen Formenschatz, der die Kenntnis zahlreicher älterer Malereien voraussetzt. Gleichwohl sind die Evangelistenbilder ein Höhepunkt der Reichenauer Malerei. Eine Nachfolge haben sie aber nur in der "mäßigen Replik" des Utrechter Evangeliars gefunden.

    Der Stil unserer Handschrift wirkt oft bizarr. Der quirlige bauschige Faltenstil wird besonders deutlich im Bild des Evangelisten Markus. Damit schließt der Maler an den Stil an, wie er sich gegen Schluß des Evangeliars Ottos III. zeigt. Vielleicht wurden beide Schriften vom gleichen Maler gestaltet. Auch die kleinen Köpfe mit ihrer Modellierung zeigen eine große Ähnlichkeit. Stil und auch Zierformen haken sich eng an die sog. Liuthargruppe. Die (nicht abgebildeten) Initialseiten ähneln denen im Perikopenbuch Heinrichs II. Die Entstehung unseres Evangeliars wäre zwischen dem Evangeliar Ottos III. und dem Perikopenbuch Heinrichs II. um 1000-1010 anzusetzen. Die Ikonographie wirkt oft eigenständig. Die vielfältigen Bildformeln setzen eine reiche Kenntnis voraus, die zurückreicht bis in ältere karolingische und byzantinische Vorlagen. Diese Kenntnis war nur möglich im Zentrum einer großen Werkstatt.

Geschichte der Handschrift

Provenienz
Auf Blatt 1r Besitzvermerk des Klosters Limburg (a. d. Hardt), von einer Hand des 12. Jhs. 1872 durch den Pfarrer von Heimersheim (Knott) in die Dombibliothek gelangt.

Inhaltsangabe

  • Der Kodex enthält die vier Evangelien mit den üblichen Vorreden und Kanontafeln. Es sind dies der Brief des Hieronymus an Papst Damasus ("Novum opus "), ein Prolog mit Erklärung über die Bedeutung der vier Evangelisten ("plures fuisse "), der Brief des Eusebius an Carpian über den Sinn der Kanontafeln ("Eusebius Carpiano "), ein zweiter Hieronymusbrief an Damasus ("Sciendum etiam ") über die Benutzung der Kanontafeln, Argumentum secundum Matthaeum und das Breviar und die zwölf Kanontafeln (Arkaturen in der Reichenauer Art auf Purpurfolien). Die Handschrift schließt mit dem Capitulare Evangeliorum per circulum anni (Blatt 204r-217r).

Bibliographie

  • Jaffé-Wattenbach Nr. 218, p. 97.
  • Paul Clemen: Der Dom zu Köln. Die Kunstdenkmäler der Stadt Köln, 1. Band, III. Abteilung. Düsseldorf 1938 (2. Auflage), S. 394 f., Nr. 8, Fig. 320/321.
  • P. Bloch, Die beiden Reichenauer Evangeliare im Kölner Domschatz. In: Kölner Domblatt 16./17. Folge, 1959, S. 9-40.
  • P. Bloch und H. Schnitzler, Die ottonische Kölner Malerschule, Bd. I und II, Düsseldorf 1970.
  • Schulten 132.

Quellenangabe

Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-15571
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-15571
Lizenzangaben

Die Bilder sind unter der Lizenz CC BY-NC 4.0 veröffentlicht

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