Beschreibung von Köln, Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Cod. 271

Bibliographische Beschreibung

Bezeichnung
Makkabäer-Handschrift des Helias Mertz
Entstehungsort
Köln
Entstehungszeit
um 1525
Beschreibstoff
Pergament
Umfang
146 Blätter (ohne die beiden Spiegelblätter)
Format
281 mm x 201 mm
Persistenter Identifier
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-12143 Persistent Identifier (URN)
Weitere Angaben
Land
Deutschland
Ort
Köln
Sammlung
Dombibliothek
Signatur
Cod. 271

Überblickbeschreibung

Makkabäer-Handschrift des Helias Mertz

Mit der Bibliothek des Erzbischofs Ferdinand August Graf von Spiegel (1824-35) kam eine 1525 angefertigte Handschrift aus dem 1803 aufgelösten Kölner Benediktinerinnenkloster zu den Hl. Makkabäern in die Dombibliothek. Sie enthält Texte zum Lobpreis der sieben Makkabäischen Brüder und ihrer Mutter Salomone sowie zu Geschichte und Bedeutung ihrer Gebeine. Diese schon als jüdische Heilige verehrten Märtyrer hatten sich in der Zeit der jüdischen Freiheitskämpfe der Anweisung von König Antiochus IV. Epiphanes (gest. 164 v.Chr.) widersetzt, entgegen dem jüdischen Gesetz Schweinefleisch zu essen. Daraufhin wurden sie verstümmelt und in heißem Öl gesotten. Der Kult dieser seit dem 5. Jahrhundert verehrten christlichen Heiligen kann seit mindestens 1134 am Ort des späteren Makkabäer-Klosters in Köln nachgewiesen werden. Laut Heiligenlegende erhielt Rainald von Dassel (1159-1167) ihre Gebeine im Jahre 1164 zusammen mit denen der Hll. Drei Könige von Kaiser Barbarossa und ließ sie 1169 nach Köln bringen (vgl. von Euw 1963).

In der Entstehungszeit der Handschrift waren der ambitionierte Wiederaufbau und die kostbare Neuausstattung des 1462 durch Brand zerstörten Makkabäerklosters nahezu abgeschlossen, wodurch die Makkabäer im Kreis der bedeutenden Kölner Heiligen etabliert werden sollten. Initiator war der 1491 in sein Amt als Rektor und Beichtvater des Klosters eingesetzte, humanistisch gebildete Helias aus Mertz bei Düren (Helias Marcaeus de Luna). Die auf seine Kosten hergestellte Kompilation jener Dokumente, die die Authentizität des Kultes belegten, sollte laut Mertz´ Testament an Feiertagen im kultischen Zentrum der Kirche, auf dem Hochaltar mit dem Makkabäerschrein, präsentiert werden (Hirner 1970; Grams-Thieme 1990, S. 101ff.). Indem Mertz in einer Zeit des bereits dominierenden Buchdrucks die Form des handgeschriebenen Pergamentcodex wählte, spielte er bewußt auf den physischen und spirituellen Charakter verehrungswürdiger Bücher an, vor allem auf Evangeliare, die ähnlich im Kirchenraum ausgestellt wurden. Darin unterschied sich Dom Hs. 271 grundlegend von den bereits 1507 und 1517 gedruckten deutschsprachigen Versionen der Makkabäerlegende, die auf eine möglichst breite Öffentlichkeit gezielt hatten. Eine verstärkte Popularisierung der Heiligen gelang Mertz offensichtlich spätestens 1514mit deren Darstellung auf den Titelblättern des 1514, 1520 und 1525 bei Wolfgang Hopyl (gest. 1522) in Paris gedruckten 'Missale Coloniense' (vgl. Dom Frühdruck 217, Kat.Nr.98). Zudem existiert von Dom Hs. 271 eine Papierabschrift des 16. Jahrhunderts, die heute in Paris aufbewahrt wird (Bibl. Nat., Lat. 10161; vgl. Rautenberg 1996, S. 231ff.; dies., in Vorbereitung).

Die Makkabäer-Handschrift enthält keine Hinweise auf Schreiber, Illuminator oder Lokalisierung. Eine Entstehung in einem klösterlichen Skriptorium ist aufgrund der Schrift (humanistische Minuskel) eher unwahrscheinlich. Der anonyme Schreiber tritt nur einmal auf Folio 7v in Erscheinung, wo er bezeugt, die für diesen Band verwendeten Dokumente persönlich in unverfälschtem Zustand gesehen und "im Jahr des Heils 1525" abgeschrieben zu haben. Mehrfach sind dagegen das redende Wappen des Helias Mertz (de Luna) mit der Mondsichel und Wappenschilder mit seinen Initialen eingefügt (39v, 119r, 144v). Hinzu kommt das Wappen von dem Werdener Abt Johannes von Groningen, dem Kommissar des Makkabäerklosters (2r). Beide zusammen stifteten auch die Tafeln eines zumeist Bartholomäus Bruyn d.Ä. zugeschriebenen Bilderzyklus für das Makkabäerkloster (Schmid 1994, S. 122f., 197ff., Abb. 39-45).

Die Miniatur mit dem Verhör der sieben Brüder und ihrer Mutter durch König Antiochus eröffnet das 2. Buch der Makkabäer, welches deren Martyrien schildert (3v). Die dem Bildschema der Schutzmantelheiligen folgende Darstellung von Salomone mit ihren Söhnen ist zwischen zwei Texte eingeschaltet (7v). Salomone mit ihren sieben skalpierten und verstümmelten Söhnen im Kessel schließt das 4. Makkabäerbuch ab (39v). Ähnlich textgliedernde Funktion erfüllen Zierfelder und Initialen. Alle drei Miniaturen gehören vermutlich zu den von Mertz motivierten Bildschöpfungen, von denen heute noch Teile des um 1512/15 datierten Bilderzyklus, die Holzschnittfolge der 1517 gedruckten Makkabäerlegende und die weitgehend darauf zurückgreifende Relieffolge des Makkabäerschreins (um 1520-27) zeugen. Das markanteste Bild mit den Makkabäern im Kessel erscheint hier wie im Titelblatt der Hopyl-Missalien in einer unblutigeren Variante, bei der die Brüder die Hände betend gefaltet haben, doch wurden durch eine Übermalung evtl. des 16. Jahrhunderts die Hände in Armstümpfe verändert. Zwei gleichzeitig entstandene Tüchleinbilder zeigen dagegen von vornherein die Märtyrer mit den abgeschlagenen Händen (Köln, Diözesanmuseum, Inv.Nr.M26; Köln, Schnütgenmuseum, Inv.Nr.M 222; vgl. Schulte 1995, S. 150ff.).

Zustand und Zusammensetzung

Lagenstruktur
Lagen 18 (1. Blatt = Spiegelblatt), 22+2, 3-126, 13-146+1, 15-166, 176+1, 18-196, 204+1, 21-246, 252 (letztes Blatt = Spiegelblatt) ;
Seiteneinrichtung
Schriftspiegel 193 mm x 127 mm ;Liniierung mit dunkelroter Tinte; einspaltig; 20 Zeilen.

Schrift und Hände

Lateinischer Text in schwarzer humanistischer Minuskel, rubriziert; Textmajuskeln: Mischtyp zwischen Lombarde und Capitalis, gestrichelte Capitalis;

Buchschmuck

  • Gerahmte Blattgoldinitialen: Capitalis Quadrata; einzeilige Textmajuskeln in Rot und Blau; einzeilige Textmajuskeln bzw. Paragraphenzeichen in Gold mit rotem oder blauem Fleuronnée; zwei- und mehrzeilige Goldinitialen auf farbigem gerahmten Grund (Blau, Grün, Violett) mit Vermiculé in Weiß, Silber oder Gold, z.T. mit Früchten, Blüten oder Edelsteinen; große historisierte Goldinitialen auf gerahmtem farbigen Grund; farbige Zierleisten und -felder mit vergoldeter Ornamentierung, Blumen, Tieren, Früchten, Edelsteinen und Wappen; drei Miniaturen mit goldgrundigen Streublumenrahmen (3v, 7v, 39r); Eingangszierseite mit dreiseitig umlaufender Bordüre mit Vögeln, Blumen und einem Wappen auf goldenem und rotem Grund.

Einband

Einband: Kalbleder mit Blindprägung über Holz; zwei Rollenstempel: 1. Kandelaberrolle mit Engelskopf, darunter Marke I.B. (Werkstatt des Meisters I.V.B.); 2. Blütenspirale mit Blüten von 3-6 Blättern (vgl. Schunke 1969, S. 369, Nr. 2 und S. 370, Nr. 18); Rahmung aus dreifacher breiter Streicheisenliniierung; ehem. Eck- und Mittelbeschläge sowie Schließen (1. Hälfte 16. Jh.); laut Rechnungsbuch des Makkabäerklosters (Historisches Archiv der Stadt Köln: GA 160, fol.41) ließ der Nachfolger des Helias Mertz einen Samtbezug mit Silberbeschlägen anfertigen (verloren).

Geschichte der Handschrift

Provenienz
In Auftrag gegeben von dem Rektor des Kölner Benediktinerinnenklosters SS.Maccabaeorum Helias Mertz; später im Besitz des Erzbischofs von Köln Ferdinand August von Spiegel; alte Signatur: M.S.XVI.

Inhaltsangabe

  • Vorderes Spiegelblatt: Inhaltsvermerk und Siegelstempel des Kölner Domkapitels.
  • 1r/v Leer.
  • 2r-145v Titel: Sammelhandschrift ( Handschriftencensus 1993, 706ff. )
    • 2r Eingangszierseite. Autor: Johannes von Groningen Titel: Brief an Helias Mertz, in dem er den Empfänger in dem Vorhaben bestärkt, das vorliegende Buch zu erstellen. I(OHANNES DE GRONINGA DEI PA tientia Abbas Monasterii Divi Ludgeri Werthensis) ; in der Rahmenbordüre Wappen der Reichsabtei Werden.
    • 3v Titel: Bibeltext über die Passion der Makkabäerbrüder und ihrer Mutter (2 Makk 7,1-42). Eingangsminiatur: Die sieben Brüder und ihre Mutter vor König Antiochus .
    • 4r Incipit: C(ONTIGIT AUTEM SE ptem fratres) .
    • 7r/v Titel: Abschrift einer Urkunde vom Oktober 1232, in der Erzbischof Heinrich von Müllenark (1225-1238) die Weihe der Klosterkirche SS.Macchabaeorum durch Erzbischof Johannes von Mytilene am 25. September 1228 bestätigt (R. Knipping, Die Regesten der Erzbischöfe von Köln im Mittelalter, Bd.III, Bonn 1913 [Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 21], 761 ); Zierleiste.
    • 7v Schreibervermerk Hae praemissae tabellae, adhuc, quum hoc volumen scriberetur, incorruptae extabant. Quod qui vidi, et haec scripsi, teste veritate, testor. ANNO SALUT is MDXXV .
    • 7v Miniatur: Die sieben Makkabäerbrüder unter dem Schutzmantel ihrer Mutter.
    • 8r-9r Autor: Erasmus von Rotterdam ( 1466/69-1536 ): Titel: Brief an Helias Mertz, in dem Erasmus berichtet, die ab 13v folgende Geschichte des Flavius Josephus bei einem sehr frommen Mann gefunden und eine paraphrasierende Übersetzung mit dem Titel 'Von der Vernunft als Kaiserin' angefertigt zu haben. Den Schluß des Briefes bildet eine Lobrede auf Köln und seine Heiligen. U(NIUS DIECULAE OPELLAM) (vgl. P.S.Allen, Opus epistolarum D. Erasmi Roterdami, Bd.I-XII, Oxford 1906-1958, Ep. 842).
    • 9r-13r Autor: Magdalius Iacobus Gaudensis , Titel: Brief an Helias Mertz (5. Juni 1517), in dem der Verfasser eine Typologie der Makkabäergeschichte erstellt und damit ihre kirchliche Verehrung rechtfertigt. M(irarer, Helia charissime) .
    • 13v-39r Autor: Flavius Josephus Titel: De imperio rationis sive De martyrio septem fratrum Macabaeorum (in Erasmus' Übersetzung) , ( Stegmüller 102,2 ). M(ACABAEORUM AGO nes) : weibliche, modisch gekleidete Halbfigur; endend Explicit: aeternum legenda consecravi ; abschließende Miniatur: Marter der Makkabäer und ihrer Mutter, zwei Schilde mit Wappen und Initialen des Helias Mertz.
    • 39v-74r Titel: Chronologisch geordnete Auszüge aus Kirchenlehrertexten über die Makkabäer.
    • 39v-48r Autor: Johannes Chrysostomus Titel: Homilie Incipit: Q(UAM SPECIOSA ET gratia) : zwei modisch gekleidete Männerköpfe hinter einer Brüstung; endend Explicit: et nunc et semper et in secula seculorum. Amen : Zierfeld mit Distel.
    • 48v-55v Autor: Ambrosius Titel: De S.Iacob et vita beata (Buch 2, Kap. 10-12). Incipit: N(EC TE ELEAZARE PRAE ter atroci peremptus est morte) : Streublumenfeld.
    • 56r Autor: Hieronymus , Titel: Auszug aus Brief 7 'Non debet charta dividere'an Chromatius u.a. Incipit: O TECTA FELICIA; ders., aus 'De honorandi parentibus' Parentum meritis subiugans .
    • 56v Titel: Prolog zu den biblischen Makkabäer-Büchern Incipit: MACABAEORUM LIBRI DUO und Macabaei septem fratres (Stegmüller 550).
    • 56v-57r Titel: Korrektur zum Prolog, der feststellt, daß die Makkabäerreliquien sich nicht mehr in Antiochia befinden, sondern durch Rainald von Dassel nach Köln gebracht worden seien ; Zierleiste.
    • 57r-58r Autor: Hrabanus Maurus Titel: Kommentar zu den Makkabäer-Büchern (Buch 2, Kap. 7) C(ONTIGIT AUTEM capiens regnum possidebit perpetuum) : Streublumenfeld.
    • 58v-61r Autor: Thascius Caecilius Cyprian Titel: Brief an Fortunatus 'De exhortatione martyrii' (aus Kap. 11) Q(UID VERO IN MACABAE is ipsa quoque sequeretur) : Zierfeld mit goldgehöhter Ranke.
    • 61v-63r Autor: Papst Leo I. Titel: Predigt De septem fratribus Macabaeis (CPL 1657a ) G(RATIAS DILECTISSI mi) : goldgefaßte Perlen und Edelsteine; endend Explicit: corporis unitatem. Auxiliante Domino nostro IESU Christo in secula seculorum. Amen.
    • 63v Zierfeld mit Vogel und Blumen.
    • 63v-68v Autor: Bernhard von Clairvaux Titel: Epistola 98 Q(UOD PER FRATREM) : Erdbeere; endend Explicit: causa commendat et vita : Zierleiste.
    • 68v-69r Autor: Bernhard von Clairvaux Titel: Epistola 313 Q(U eris itaque) : Blume; endend Explicit: et segregat a veteribus : Zierfeld mit Blumen und Erdbeeren.
    • 69v-70v Autor: Petrus Comestor Titel: Historica scholastica (II,1) Incipit: C(ONTIGIT AUTEM SEP tem fratres) : Rosenzweig; endend Explicit: nisi septem Macabaeorum : Zierfeld mit Pfau, Vogel und goldgefaßten Edelsteinen.
    • 70v-72r Autor: Hugo de S.Caro Titel: Super II. Librum Macabaeorum (Kap. 7) . C(ONTIGIT AUTEM) : bärtiger Männerkopf im Profil; endend Explicit: fine mundi consummabitur : Zierfeld mit goldgefaßten Edelsteinen und Perlen.
    • 72r/v Autor: Johannes Beleth Titel: Summa de ecclesiasticis officiis (Auszug) Incipit: D(E FESTIVITATE SANCTORUM MACABAEORUM) : Perlen; endend Explicit: propter significans : Streublumenfeld.
    • 72v-73r Autor: Antonius Florentinus Titel: Summa historialis (Auszug) Incipit: I(NTER HAEC PONITUR) ; endend Explicit: pro legis observatione : Zierfeld mit Blumen.
    • 73r-74r Autor: Prudentius Titel: De Sanctis Macabaeis martyribus. N(ARRAVI et illud nobile) : Erdbeeren; endend Explicit: tot triumphis inclyta : Zierfeld mit Pfau, goldgefaßten Perlen und Edelsteinen.
    • 74r-75v Autor: Erasmus von Rotterdam Titel: Libellus in comparatione virginis et martyris ( 1514 in Köln verfaßt) Incipit: S(ED HAEC EO REPE to) : goldene Erdbeeren; endend Explicit: includitur fulvo auro : Zierfeld mit Ranken sowie goldgefaßten Perlen und Edelsteinen.
    • 75r-78r Autor: Jacobus Magdalius Gaudensis Titel: In laudem Divi Solomones hecatostichon. S(INT LICET ORA MIHI CEN tum) : Goldgefaßte Perlen in Form von Eicheln; endend Explicit: ductus amore tui .
    • 79r-119r Titelzierseite. Johannes Cincinnius (Kruyshaer) Titel: Macchabaeorum Martyrum agones.
      • 79v-81v Titel: Einleitender Brief an Äbtissin und Nonnen des Makkabäerklosters (31. März 1520) Incipit: H(AUD FACILE DIXERIM) .
      • 81v-82v Titel: Quellenverzeichnis (Namen der Heiligen, Väter und Autoren, die in ihren Schriften das Martyrium der Makkabäer behandeln) : zwei Zierfelder, oben gold-rot diagonal gestreift mit Streublumen auf goldenen Streifen und goldgefaßten Edelsteinen und Perlen auf den roten Streifen, unten Streublumen und Vogel.
      • 83r-84r Titel: Vorwort G(LORIOSISSIMORUM septem fratrum) : Engel.
      • 84r-118v Titel: Makkabäerlegende in siebzehn Kapiteln Incipit: Ante salutiferum - peragendum transtulit : Zierleiste mit goldgehöhter Ranke.
      • 118v-119r Titel: Epilog, in dem Cincinnius diesen Text den Benediktinerinnen widmet Incipit: H(Abetis ecce, virgines optimae): Pfau; rotes Zierfeld mit goldgehöhter Ranke.
    • 119r-121v Zierseite. Johannes Cincinnius, Brief an Helias Mertz vom 31. März 1520 (Begleitschreiben zu einigen dem Empfänger zugesandten Werken). Er erwähnt darin unter anderem einen Reliquienschrein (arca seu capsa), den Mertz für die Makkabäergebeine plant, und ermutigt ihn in diesem Vorhaben. N(ON TE PRAETERIT) : Rotes Zierfeld mit goldenen Sternen und dem Wappen des Helias Mertz mit Helm und Mond als Helmzier, vom Wappen spiegelsymmetrisch ausgehend Akanthusranken.
    • 122r-144v Ortwinus Gratius Daventriensis , Titel: Brief an die Benediktinerinnen des Kölner Makkabäerklosters, in dem er ihnen die Klostergründungsgeschichte anhand der ihm von Mertz zur Verfügung gestellten Dokumente darlegt (1524). S(EPTEM FRATRUM MACA baeorum - sed mutuiter amate): Zierfeld mit an einem Baum hängenden Wappen- und Monogrammschildern des Helias Mertz.
    • 145r/v Titel: Abschrift der Urkunde des Erzbischofs Philipp von Heinsberg (1167-1191) zugunsten des Klosters SS.Maccabaeorum in Köln (April 1178): dem Kloster wird eine Kapelle auf dem ager Ursulanum übertragen (Knipping, op. cit. II, 1101).
    • 145v Titel: Abschrift der Urkunde des Erzbischofs Johannes von Mytilene über die Konsekration dieser Klosterkirche (25. September 1228).
  • 146r/v Leer.

Bibliographie

  • Heusgen 1933 , S. 26f.
  • Kdm Köln 1/III, 1937, S. 385, Nr. 16
  • Kdm Köln 2/III, 1938, S. 253
  • A. von Euw, Die Makkabäerbrüder. Spätjüdische Märtyrer der christlichen Heiligenverehrung, in: Monumenta Judaica. 2000 Jahre Geschichte und Kultur der Juden am Rhein, Bd.I, Köln 1 1963, S. 782ff.
  • Herbst des Mittelalters 1970 1970, S. 80, Nr. 109, S. 118, Nr. 243 (J.M. Fritz)
  • R. Hirner, Der Makkabäerschrein in St. Andreas zu Köln, Diss. Bonn 1970, S. 27ff.
  • Schulten 1980, S. 127, Nr. 108
  • Schönartz 1985, S. 45f.
  • M. Grams-Thieme, Der Makkabäerschrein, in: Colonia Romanica 5 (1990), S. 106
  • Handschriftencensus 1993, S. 706ff., Nr. 1197
  • W. Schmid, Stifter und Auftraggeber im spätmittelalterlichen Köln, Köln 1994 (Veröffentlichungen des Kölnischen Stadtmuseums 11), S. 123, 202
  • I. Schulte, Kölner Tüchleinmalerei: Technologische, quellengeschichtliche und kunsthistorische Studien zu Kölner Tüchleinbildern der Zeit um 1450 bis um 1500, Diss. Bonn 1995, S. 150ff.
  • U. Rautenberg, Überlieferung und Druck. Heiligenlegenden aus frühen Kölner Offizien, Tübingen 1996 (Frühe Neuzeit 30), S. 231ff.
  • U. Rautenberg, Stifterwille und Gebrauchskontext. Zur Gleichzeitigkeit von Handschrift und Druck im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in Köln, in: K. Grubmüller (Hg.), Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck im 15. und 16. Jahrhundert, Wolfenbüttel (in Vorbereitung).

Quellenangabe

  • Glaube und Wissen im Mittelalter. Katalogbuch zur Ausstellung. München 1998. S. 534-537 (Johanna C. Gummlich) [Digitaler Volltext]
Impressum
Herausgeber
Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek Köln
Redaktion
Im Rahmen des DFG-Projekts CEEC bearbeitet von Patrick Sahle; Torsten Schaßan (2000-2004)
 
Bearbeitung im Rahmen des Projekts Migration der CEEC-Altdaten von Marcus Stark; Siegfried Schmidt; Harald Horst; Stefan Spengler; Patrick Dinger; Torsten Schaßan (2017-2019)
Ort
Köln
Datum
2018
URN
urn:nbn:de:hbz:kn28-3-12143
PURL
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:kn28-3-12143
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